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Trauer

Dem Trauern Raum geben

Der Tod eines nahen Menschen konfrontiert uns mit den Grundfragen der Existenz, er berührt uns im Innersten, erschüttert unser Selbst- und Weltverständnis. Trauer ist die Reaktion auf Verlust. Zu trauern bedeutet wesentlich mehr, als einfach nur traurig zu sein: In der Trauer werden verschiedene Gefühle miteinander erlebt. Wenn wir uns darauf einlassen, gelingt es uns, den Verlust zu verarbeiten und uns wieder dem Leben zuzuwenden. Können wir unserer Trauer Ausdruck geben, wird Raum frei für Freude und neuen Lebensmut. In der Bibel finden wir Beispiele von Menschen, die geklagt und geweint haben und die ihren Zorn gegen Gott und das Schicksal herausgeschrieen haben. Unterdrückte Klage lässt Menschen in Leid verstummen, und der unterdrückte Schmerz setzt sich tief in der Seele fest. Die geäußerte Klage löst diesen Schmerz und erreicht das Ohr Gottes und das der begleitenden Mitmenschen.

Alles hat seine Zeit, seine angemessene Zeit. Trauer braucht viel Zeit. Trauernde sind in mehrfacher Weise allein gelassen: Erst einmal haben sie einen lieben oder den liebsten Menschen verloren. Dann werden sie oft von den Menschen in ihrer Umgebung gemieden, weil sie diese an den Tod erinnern. Aber auch die Trauernden ziehen sich immer wieder zurück und müssen sich sehr auf sich selbst konzentrieren, um ihre Trauer durchzustehen. Ob es Hinterbliebenen gelingt, nach dem Tod eines geliebten Menschen neue Hoffnung und neuen Sinn für ihr Leben zu entwickeln, den Tod auch als einen Aspekt ihres Lebens anzunehmen, hängt wesentlich davon ab, ob sie zu trauern wagen. Dazu brauchen sie auch mitfühlende Menschen. Seelsorgerinnen und Seelsorger können Hinterbliebenen helfen zu entdecken, was ihnen in ihrer Trauer hilfreich ist. Dazu gehört auch die tröstende Kraft christlicher Rituale.

Suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.
(Prediger Salomo 3,6.8)

Für Trauernde

Ansprechpartner/innen und Angebote in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

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