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Dorotheenstädtischer Friedhof I

Kurzporträt

Berlins berühmter Prominentenfriedhof wurde vor rund 250 Jahren gegründet als gemeinsam genutzter Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Kirchengemeinden. Das von Friedrich dem Großen zur Verfügung gestellte Gelände vor dem Oranienburger Tor lag außerhalb der Berliner Akzisemauer und diente als Ersatz für die innerhalb der Mauer liegenden Begräbnisplätze. Die erste Beisetzung auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof fand 1770 statt. In den ersten Jahren seines Bestehens diente der Friedhof meist der ärmeren Bevölkerung als Begräbnisplatz. Dass sich dies änderte, mag damit zusammenhängen, dass in dem Gebiet der beiden Kirchengemeinden die Wirkungsstätten vieler Gelehrter etwa der Sing- bzw. Bauakademie, der Akademie der Künste bzw. Wissenschaften oder der Berliner Universität lagen. Bestattete Persönlichkeiten und ausführende Grabmalskünstler nahmen an Bedeutung zu. Bis heute hat sich eine Vielzahl an kunst- und kulturhistorisch bedeutenden Grabdenkmalen erhalten. Bekannte Persönlichkeiten wie die Philosophen Hegel und Fichte, die Künstler und Architekten Schinkel, Schadow und Rauch, gefolgt von Literaten und Schauspielern wie Bertolt Brecht, Helene Weigel, Heinrich Mann, Anna Seghers, Christa Wolf und viele mehr ruhen auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof. Im Zuge der Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführten Erweiterung der angrenzenden Hannoverschen Straße wurden Teile der Friedhofsfläche veräußert und als Bauland genutzt. Zudem war der Friedhof überbelegt. Als zu Beginn der 1920er Jahre die Wiedereröffnung beschlossen wurde, wurde zeitgleich mit der Beräumung von etwa 300 alten Grabstätten begonnen. Die Errichtung der Trauerkapelle fällt gleichsam in die Zeit der Wiedereröffnung.
 

Weiterentwicklung des Friedhofs

1993 wurde der Dorotheenstädtische Friedhof in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz gestellt. Seither konnten viele Gräber denkmalpflegerisch instand gesetzt werden. Das Konzept zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Gesamtensembles umfasst neben dem Neubau eines Dienstgebäudes auch die Sanierung und Umgestaltung der Kapelle sowie die Sanierung und Erweiterung des Verwalterhauses, dem so genannten Totengräberhäuschen. Das Anfang 2014 fertiggestellte Dienstgebäude mit einer Wand für Urnenbestattungen und einem Betriebshof liegt auf dem südlichen Grundstück entlang der Hannoverschen Straße. Die Arbeiten zur Sanierung und Neugestaltung der Trauerkapelle laufen seit September 2013 und sind voraussichtlich im Sommer 2014 abgeschlossen. Für das Totengräberhäuschen ist zukünftig der Ausbau zu einem Informationszentrum mit Büro und Café für Besucherinnen und Besucher geplant. Zudem soll in einem Ausstellungshof die Geschichte des Friedhofs gezeigt werden.
 

Umgestaltung der Kapelle durch James Turrell und Nedelykov Moreira Architekten

Aktuell wird im Rahmen eines öffentlich geförderten Projektes der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg die Friedhofskapelle durch Nedelykov Moreira Architekten umfassend saniert und modernisiert. Dabei wird der Innenraum nach einem Entwurf des US-amerikanischen Künstlers James Turrell mit einem bislang einzigartigen Lichtkonzept ausgestaltet.
Öffnet externen Link im aktuellen FensterWeiterführende Informationen

Führungen, Besichtigung

Öffnet internen Link im aktuellen FensterTermine für die Präsentation der Lichtkunst von James Turell in der Kapelle


Dorotheenstädtischer Friedhof I
Chausseestraße 126
10115 Berlin

Friedhofsbüro:
Tel (030) 4617279, Fax 4628643

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U6 bis Oranienburger Tor

Parkplätze auf dem Gelände: keine

Hauptverwaltung Nord
Bergstraße 29
10115 Berlin
Telefon (030) 28599817
Fax (030) 28599816
nordevfbs.REMOVE-THIS.de

Öffnungszeiten:

Montag von 9.00 bis 12.00 Uhr und Mittwoch von 12.00 bis 15.00 Uhr

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

S1, S2, S25 bis Nordbahnhof, Tram M8 bis Pappelplatz, Tram M10 bis Gedenkstätte Berliner Mauer, Bus 245 bis Nordbahnhof

Parkplätze auf dem Gelände:

keine