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Friedhof Jerusalem III

Kurzporträt

Zu den Friedhöfen am Halleschen Tor gehören Öffnet internen Link im aktuellen FensterJerusalem und Neue Kirche I, Öffnet internen Link im aktuellen FensterJerusalem II, Öffnet internen Link im aktuellen FensterJerusalem III, Öffnet internen Link im aktuellen FensterDreifaltigkeit I sowie Öffnet internen Link im aktuellen FensterBethlehem I und Böhmischer Gottesacker der Brüdergemeine.

Auf Jerusalem I erfolgten ab ca. 1735 Beisetzungen. Damals lag der Friedhof noch weit vor den Toren der Stadt und wurde wegen seines schlechten Zustands nur ungern für Beisetzungen genutzt. Dies änderte sich erst nach der Anlage von Wegen und Alleen. Die ältesten noch erhaltenen Grabmale sind die für den 1785 verstorbenen Obristen von Lüderitz und das des königlichen Leibarztes von Moehsen von 1795.

Gegen 1796 wurde der Friedhof als Jerusalem II nach Süden hin erweitert und mit einer Mauer aus Rüdersdorfer Kalkstein umfasst.

1819 wurde von der Gemeinde Jerusalem und Neue Kirche eine weitere Fläche von den Tempelhofer Bauern erworben. Der dritte Friedhof, Jerusalem III, wurde am 16. Juni 1820 mit der Beisetzung des Oberbaurats Funk eingeweiht. Er entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum beliebtesten Beisetzungsplatz der Gemeinde. Gegen 1863 wurde das letzte freie Wandgrab verkauft.

Der Haupteingang befindet sich seit jeher am Mehringdamm. Das heutige Eingangstor wurde nach Plänen von Louis Arnd 1889/90 gebaut. Die Friedhofskapelle wurde 1839 als "Leichen- und Rettungsgebäude für Scheintote" errichtet. Sie ist die älteste in Betrieb befindliche Friedhofskapelle Berlins und wurde zuletzt 2010 saniert.

1737 erhielt die Gemeinde Dreifaltigkeit einen Teil der vorhandenen Friedhofsfläche vor dem Halleschen Tor. Bereits 1755 und 1798 musste dieser wegen Platzmangels nach Süden hin erweitert werden.

Der Bethlehemsfriedhof ist einer der kleinsten Friedhöfe am Halleschen Tor. Er diente den seit 1732 in Berlin siedelnden böhmischen Protestanten als Begräbnisstätte.

Neben deutlichen Schäden im Zweiten Weltkrieg stellte der Bau der Blücherstraße Anfang der 1970er Jahre eine einschneidende Veränderung der Friedhöfe dar. Die Straße wurde über die Friedhöfe Jerusalem I, Dreifaltigkeit I und Bethlehem gebaut. Dazu wurden die nördliche Friedhofsmauer mit ihren Wandgräbern und dem alten Haupttor wie auch viele historisch bedeutsame Grabstellen abgerissen.

In den letzten Jahren konnten mit Hilfe der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg, Förderungen des Landesdenkmalamtes, der Lottostiftung und privaten Spenden bedeutende Grabmale und Wege saniert werden. Seit 2013 informiert eine Dauerausstellung in der Kapelle auf Dreifaltigkeit I über die Familie Mendelssohn. Zeitgleich konnten die Grabstätten der Familie Mendelssohn saniert werden.

Die Friedhöfe am Halleschen Tor stehen als Gartendenkmal unter Schutz.      

 

 

Friedhof Jerusalem III
Mehringdamm 21
10961 Berlin

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U6, U7, Bus M19, Bus 140 bis Mehringdamm

Parkplätze auf dem Gelände: keine

Hauptverwaltung Süd
Hermannstraße 180
12049 Berlin
Telefon (030) 6221080 und 6222032
Fax (030) 6216457
suedevfbs.REMOVE-THIS.de

Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 9.00 bis 13.30 Uhr sowie nach Vereinbarung

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

U8, Bus 344 bis Leinestraße

Parkplätze auf dem Gelände:

vorhanden