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Friedhof Dreifaltigkeit II

Kurzporträt

Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums zu Beginn des 19. Jahrhunderts reicht der Friedhof der Dreifaltigkeitsgemeinde am Halleschen Tor nicht mehr aus. Die Gemeinde erwirbt 1823 ein ca. 5,6 Hektar großes Grundstück mit Hanglage am "Weinbergsweg", der heutigen Bergmannstraße. Zu der Zeit sind hier nur Felder und Äcker. Die Stadt ist von den höher gelegenen Flächen in der Ferne als Silhouette erkennbar.

Am sonnigen Himmelfahrtstag des Jahres 1825 wird der Friedhof, als erster der Friedhöfe an der Bergmannstraße, vom Gemeindeprediger Friedrich D. Schleiermacher eingeweiht.

Die ursprüngliche Anlage ist in ihrer Grundstruktur in einzigartiger Weise bis heute erhalten geblieben. Gemäß einer kurmärkischen Regierungsanweisung von 1811 wird der Friedhof als Alleequartiersfriedhof angelegt. Die annähernd quadratische Friedhofsfläche wird von einer umlaufenden Allee und kreuzförmigen Hauptalleen in vier fast gleichgroße Grabfelder unterteilt. Die Ränder der Grabfelder und die Friedhofsgrenzen waren den Erbbegräbnissen vorbehalten. Die Wege werden als Alleen angelegt.

Der südliche Bereich in Richtung Tempelhofer Feld wird die ersten Jahrzehnte als Ackerland verpachtet und erst später für Beisetzungen genutzt.

Von der Bergmannstraße steigen die drei Hauptwege den Hang an. An deren Endpunkten entstanden bald repräsentative Grabanlagen – das ägyptisierende Mausoleum der Familie Oppenfeld, das nach einem Schinkelentwurf gebaute Grabdenkmal für die Fürstin von der Osten-Sacken und das bereits um 1900 wieder verschwundene Mausoleum der Familie Fleischinger.

Auf dem Friedhof befinden sich die Grabstätten vieler bekannte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Friedrich Schleiermacher, Adolph von Menzel, Amalie Wolff, Charlotte von Kalb, Theodor Mommsen, Martin Gropius, Johann Ludwig Tieck.

Die Friedhofskapelle und das Verwalterhaus werden heute von einem Bestattungshaus genutzt.

Der gesamte Friedhof steht als Gartendenkmal unter Schutz.

 

 

Friedhof Dreifaltigkeit II
Bergmannstraße 39–41
10961 Berlin

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U7 bis Gneisenaustraße

Parkplätze auf dem Gelände: keine

Hauptverwaltung Süd
Hermannstraße 180
12049 Berlin
Telefon (030) 6221080 und 6222032
Fax (030) 6216457
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Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 9.00 bis 13.30 Uhr sowie nach Vereinbarung

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

U8, Bus 344 bis Leinestraße

Parkplätze auf dem Gelände:

vorhanden