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Friedhof St. Johannis I

Kurzporträt

Die Gestaltung des Kirchhofs der St.-Johannis-Kirche in Alt-Moabit 24–25 geht auf Peter Joseph Lenné zurück, der seine Planung für das "Terrain um die Kirche in Moabit" zur Ordnung des Umfeldes der Kirche, aber auch der weiteren Bereiche um den Kleinen Tiergarten, 1840–41 teilweise umsetzen konnte.

Über einen Pflasterweg aus Kleinsteinmosaik gelangt man zum 1840 eröffneten ersten Kirchhof der St.-Johannis-Gemeinde. Der nach Lennés Planung angelegte und 1841 bepflanzte Friedhof ist nur noch ein Relikt der ursprünglichen Anlage.** Den ursprünglichen Hauptweg markieren noch wenige alte Kastanien. Lennés Wegekreuz mit vier Grabfeldern und den von Norden nach Süden verlaufenden Grabreihen lässt sich noch innerhalb einer großen Rasenfläche, die ein lockerer Baumbestand beschattet, ablesen. Vor der Ostmauer befinden sich einige alte Eichen. Nach einer ersten Schließung des Friedhofs 1904, die jedoch nicht Erbbegräbnisse und reservierte Stellen betraf, wird heute wieder eingeschränkt bestattet.

Nur noch ein Teil der Grabstätten mit erhaltenen Grabmalen weist die mit Efeu bepflanzten Hügel auf. Dazu gehört die älteste Grabstätte: die des Grundbesitzers Christian Friedrich Gericke (1768–1840), die ein künstlerisch bemerkenswertes Eisengusskreuz mit der Relieffigur einer Victoria am Kreuzfuß ziert. Von lokalgeschichtlicher Bedeutung sind unter anderem das seit 1871 belegte umgitterte Erbbegräbnis der Familie Gericke und das der Familie des bekannten Moabiter Fabrikbesitzers Friedrich Adolf Pflug (gest. 1886) in der Nordostecke des Friedhofs. Häufigste Grabmaltypen sind Stelen und Grabkreuze aus dunklem Granit. Als einzige Grabmalplastik ist eine Trauernde aus Kunststein am Grab von Konrad Kuhlmeier (gest. 1927) hervorzuheben, die, auf einem Sarkophag kniend, eine Urne umschließt. Zu den hier Bestatteten gehören lokal bedeutende Persönlichkeiten wie Georg Christian Beussel (gest. 1864), erster Gutsbesitzer in Martinickenfelde, dem eine Straße gewidmet ist, und der Porzellan- und Chamottefabrikant Rudolf Schomburg (gest. 1912).

Nördlich der Kirche befindet sich eine Grabreihe für 18 Kriegsopfer aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, deren Ruhestätte einheitliche Tontafeln kennzeichnen.

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**Zu den ersten Anpflanzungen siehe Gerhard Hinz "Peter Joseph Lenné: Das Gesamtwerk des Gartenarchitekten und Städteplaners", Hildesheim/Zürich/New York 1989, S. 176.

 

Textquelle (bearb.): Öffnet externen Link in neuem Fensterstadtentwicklung.berlin.de/denkmal

Friedhof St. Johannis I
Alt-Moabit 24–25
10559 Berlin

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Parkplätze auf dem Gelände:

keine